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Natur vs. Mensch in Heidelberg

Natur vs. Mensch in Heidelberg

















Der Mensch beansprucht seit jeher den natürlichen Raum und formt ihn um. Gleiches tut allerdings auch die Natur mit den vom Menschen genutzen Flächen, wenn seine Aktivität ausbleibt. Ein ständiges Wechselspiel zwischen Kreation und Zerstörung neuer und bestehender Strukturen ist das Resultat. Auf der Wanderung der selbständig organisierten Exkursion sollen einige dieser Beispiele eingefangen werden.


Die Exkursion führte auf den Heiligenberg oberhalb der Heidelberger Quartiere Handschuhsheim und Neuenheim. Auf seiner Kuppe können die Ruinen der alten Michaelsbasilika bestaunt werden. Bereits um 1000 v. Chr. begannen sich Kelten auf dem Heiligenberg anzusiedeln. Die heute noch erhaltenen Mauern der Ruine stammen ungefähr aus der Zeit zwischen 950-1030 n. Chr. . An ihr lässt sich beobachten, wie sich die Natur vom Menschen genutzte Flächen wieder zurück hohlt.



Natürlich wäre das Gelände vollständig überwachsen, würde es nicht durch Pflegemassnahmen davor gschützt. Allerdings sieht man speziell im inneren Bereich der Mauern, wie sich einzelne Pionierpflanzen diesen Lebensraum erschlossen haben, das Spiel oder der Kampf um den Raum beginnt immer wieder von neuem.
Gleichzeitig trägt Wind und Wetter mit Regen, Schnee und Eis zur Erosion der Mauern entgegen.





Durch den Bau der Mauern und deren spätere Verwitterung entstanden zum Teil sehr spezielle Lebensräume. So zum Beispiel für diesme Blaumeise, welche in einer Ritze der Mauer ihr Nest gebaut hat, und dort Junge aufzieht. Glücklicherweise gelang dieser Schnappschuss, welche die Meise beim Verlassen des Nests zeigt.