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Bierkultur in Heidelberg

Kulturbrauerei Heidelberg

Am Dienstag traf sich die Gruppe zu einer humanen Zeit und gestärkt vom Frühstücksbuffet. Gemeinsam gingen wir zur Kulturbrauerei,  wo wir vom dort ansässigen  Braumeister Bernd Paschke eine Führung erhielten.

Die Führung begann mit den vier Zutaten, mit welchen man nach dem deutschen Reinheitsgebot brauen kann nämlich Hopfen, Malz, Wasser und Hefe. Das Wasser, welches direkt vom Schloss herkommt ist wie geschaffen, um ein qualitatives Bier herzustellen.  Der eigentliche Brauprozess beginnt mit dem Maischen, welches in den schönen Kupferkessel vonstattengeht.  Die Würze (so heisst der flüssige, Teil der Maische) wird mit Hopfen gekocht. Nun wird noch die Hefe beigegeben und etwa eine Woche gewartet. Danach kann man das kühle Bier direkt ab Ausschank geniessen. Was wir natürlich auch taten, selbst verständlich nur zu Probezwecken.


Die Brauerei hat drei verschiedene Biersorten:
  • Das Kräusen, ein helles Bier, welches noch unfiltriert ist, sprich noch viel Hefe besitzt.
  • Das Kellerbier, eine bernsteinfarbene Bierspezialität. Es ist untergärt und ebenfalls naturtrüb. Zudem wird es mit stärker geröstetem Malz zubereitet, welches das Bier bitterer macht.
    In der Zeit vor der künstlichen Kühlung war dieses Bier das einzige, welches man im Sommer trinken konnte. Aufgrund des höheren Alkoholgehaltes war das Kellerbier besser vor dem Verderb durch Bakterien geschützt.
  • Und das dritte ist das Hefeweizen dunkel, welches mit obergäriger Hefe gebraut wird. Diese Hefe ist in der Lage neben den typisch fruchtig-obergärigen Aromen, zusätzlich bananen- und gewürznelkenartige Aromen zu erzeugen.

Das anschliessende Essen in der Bierbrauerei war eine ideale Beendigung der Führung und eine gute Einführung in die abendliche Aktivität.